All About (my) HighSchool

Momentan bin ich wieder richtig in Blog-Stimmung und da ich als Vorbereitung auf das Deutschabi viel schrieben muss, dachte ich mir, dass es mal wieder Zeit ist einen Blogpost hochzuladen. Den Folgenden habe ich vor circa 2 Jahren angefangen und leider nie fertig geschrieben (fragt nicht warum..). Da ich ihn sehr hilfreich finde, kommt er jetzt!

Viel Spaß!

Über Folgendes werde ich euch erzählen:

  1. Vorbereitung auf die Fächerwahl
  2. Meinen Stundenplan
  3. Die Schulklasse
  4. Die Lehrer und die Arbeiten
  5. Die Noten
  6. Die Schwierigkeitsstufen der Klassen

Nochmals als kleiner Hinweis vor den Infos:

Deutsche und amerikanische Schulen sind kaum vergleichbar. Selbst amerikanische Schulen untereinander nicht. Die Unterschiede fangen bei den Fächern und dem Auswählen dieser an und hören selbst bei den Lehrern und dem Stundenplan nicht auf.  Dies heißt natürlich nicht, dass eines der Systeme schlechter ist. Schön ist es natürlich, wenn man beides einmal erleben durfte. Ich habe jetzt alles ausgerichtet auf meine High School geschrieben.

DIE VORBEREITUNG

INFORMIERT EUCH VORHER ÜBER DEN UNTERRICHTSSTOFF, der in dem Jahr in eurer Heimatschule unterrichtet wird, in dem ihr weg sein werdet. Dies hatte ich mir vorgenommen und komplett vernachlässigt. Leider. Am besten lasst ihr euch

a) eine Liste geben von dem Inhalt geben

b) könnt im Internet die jeweiligen Wissenstandards eures Bundeslandes heraussuchen.

In Amerika werdet ihr dann einen Termin im Sekretariat bekommen und dürft euch euren Stundenplan ”zusammenstellen”. Es kann sein, dass die Person, die dies mit euch bespricht, nicht die jeweiligen Unterrichtseinheiten kennt. Überlegt euch dann, was euch interessiert und was von Vorteil für eure zukünftigen Schuljahre sein kann und fragt dann die Lehrer, die ihr bekommt, was sie im kommenden Jahr unterrichten werden. Falls ihr mit dem Stoff gar nichts anfangen könnt, kann man oft innerhalb der ersten Woche den Kurs wechseln.

MEIN STUNDENPLAN

Einen detaillierten Blogpost über meine typische Schulwoche inkl. Tagesablauf könnt ihr  HIER lesen.

planner 31.03.16

French 3

Art 2: Photography

Study Hall

Biology H

(Lunch)

US History H

Algebra 2 CP2

English 3 H

Jede Klassenstufe hat genau den gleichen Aufbau. 6 Fächer, First Lunch (11.03-11.33h) oder, so wie ich, Second Lunch (12.01-12.31h). Jedes Stunde dauert 52min und man hat den gleichen Stundenplan jeden Tag. Zwischen den Stunden hat man 6min Zeit um das Klassenzimmer zu wechseln.

Anfangs hatte ich Geometry gewählt, bin dann aber zu Algebra 2 gewechselt. Mathe ist unheimlich schwierig richtig zu wählen, meiner Meinung nach, da der Aufbau ganz anders ist. Jedes Jahr wird nur ein Thema (Bsp. Algebra, Geometrie) bearbeitet und dieses wird mit den Jahren in erhöhten Schwierigkeiten erlernt. Französisch hätte ich auch schwieriger wählen können, allerdings hätte dies nicht in meinen Stundenplan gepasst und ich bin froh die Sprache täglich etwas sprechen und hören zu können.

Da ich nur für ein Jahr hier bin, war es ok gleich in Art 2 zu gehen. Study Hall wird meistens nur Freshmen (9. Klasse) “gestattet”, danach ist es nicht mehr ganz so nötig, da man sich an die Arbeit (und den Stress) “gewöhnt” hat. Ich habe gar nicht so richtig daran gedacht und mir wurde es einfach zugeteilt (über den Vorteil einer Study Hall habe ich hier geschrieben). Sophomores haben eigentlich US Government, müssen teilweise die ganze Constitution auswendig lernen (das wusste ich davor nicht), mich hat einfach die Geschichte Amerikas mehr interessiert und es ist mein absolutes Lieblingsfach, auch wegen dem Lehrer, der einfach unheimlich lustig ist und manchmal deutsche Wörter einwirft.

Auf jeden Fall rate ich euch jedes Fach, abgesehen vielleicht von Englisch, mindestens ein Jahr höher zu wählen! Better safe than sorry, better challenging than boring.

DIE SCHULKLASSE

Generell ist es NICHT so, dass man jede Klasse mit anderen Leuten hat. Das amerikanische Schulsystem geht nach “Credits”, das bedeutet, dass man die High School nur erfolgreich abschließen kann, wenn man so und so viele Credits in den verschiedenen Bereichen hat, sprich Mathe (aufgeteilt in Geometry, Algebra 1&2, Pre-Cal, Calculus), Englisch, Fremdsprachen (meist Spanisch, Französisch und Deutsch), Social Studies (Geschichte, Erkunde, Geographie), Kunst, Sport (u.ä.).  Da jeder diese Credits braucht, wählen die Schüler in den jeweiligen Klassenstufen meist die gleichen Fächer und somit trifft man sich öfters wieder.

LEHRER UND ARBEITEN

Lehrer sind im Allgemeinen extremste hilfsbereit, wiederholen üblicher Weise jeden Arbeitsauftrag mindestens doppelt und drucken euch sogar “Study Guides” aus. Außerdem könnt ihr den Unterrichtsstoff online runter laden und es gibt immer “Extra Credit” Möglichkeiten.

Es gibt nur zwei große Arbeiten pro Jahr, die ‘semester exams’, bei denen alles der letzten 18 bzw. 36 Wochen abgefragt wird. Schwer sind diese allerdings nicht besonders. Ansonsten gibt es häufig kleine “Quizzes”, leichter als unsere Tests, und “Tests” die so was zwischen unseren Tests und Arbeiten in Deutschland sind.

NOTEN

Mündliche Noten gibt es (so gut wie) keine. Mein Geschichtslehrer zum Beispiel macht es so, dass wen jemand etwas Intelligentes einwirft derjenige “Extra Credit” in Form von Monopoly-Geld (ja, ganz im Ernst ;D) bekommt. Dieses reichen wir dann am Ende jedes Trimester ein und es wird zu den schlechtesten Noten hinzugefügt. Üblicherweise wird alles auf 100 (eine deutsche 1) hingerechnet. 100 = A; 69-0 = F. Also selbst wenn man die Hälfte der Fragen richtig hat, in Deutschland immerhin eine 4, oder sogar 3-4, ist man bei der Sache durchgefallen. Alles schlechter als ein(e) D ist ein F. F für failed.

SCHWIERIGKEITSSTUFEN

Von den Schwierigkeiten der Klassen her gibt es “CP1”, “CP2”, “Honors” und “AP”. CP steht für College-Prep, AP für Advanced Placement. CP-Klassen sind sehr, sehr einfach und ich würde jedem Austauschschüler von diesen abraten! Honors sind dann die “normalen” Klassen, meiner Meinung nach. Auch wenn viele Amerikaner es beeindruckend finden, wenn man viele Honors-Klassen hat. AP-Klassen wählt man oft ab dem Junior-Year (11.Klasse). Sie sind aufgebaut wie College-Klassen und zählen auch als diese, wenn man sie besteht, sodass man die Klasse nicht mehr auf der Uni wählen muss und sich somit sehr viel Geld sparen kann.

So, das wars.

Falls ihr Fragen habt stehe ich gerne bereit, denn ich bin mir sicher, dass ich bestimmt igrendetwas vergessen habe :).

 

Advertisements

enter comment

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s